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Wir über uns

 

Der jetzige gemeinnützige Verein „Jazzclub Wilhelmshaven-Friesland e.V.“ wurde 1994 gegründet. Er hatte zwei wichtige Vorgänger, welche die Entwicklung des Jazz in Wilhelmshaven und des Jazzclubs nach dem 2. Weltkrieg beeinflussten.

Mitte der 50er Jahre bildete sich eine Jazzinteressengemeinschaft, die ihren Clubraum in einem Bunker am Mühlenweg hatte. Der Club begründete eine Oldtime Jazzband, die „Seaside Jazzmen“; außerdem entstand in dieser Zeit die „Caledonia Jazzband“ (Caledonia I). Beide Gruppen waren die Hausband der sonntäglichen Ratskeller-Konzerte.

Die Aktivitäten des Clubs erlahmten anfangs der 60er Jahre wegen der beruflichen Werdegänge der Mitglieder (Studium, Ausbildung, Bundeswehr etc.) Mitte der 60er Jahre gründete sich eine neue Initiative durch Konzerte des Stadtjugendamtes im Loheyde-Keller (Bahnhof), die schließlich zum Ausbau des „Blue Notes“ an der Bordumstraße führte. Einige Zeit betrieb der Jazzclub das „Blue Note“ (mit finanzieller Hilfe der Stadtverwaltung/des Jugendamtes), bis es ganz in städtische Hand überging. Die Clubaktivitäten im „Blue Note“ führten zu zahlreichen kleineren und größeren Bandaktivitäten und belebten des kulturelle Umfeld durch literarische Lesungen, politische Informationsveranstaltungen und allerlei Kleinkunst. Aus dem Dunstkreis der Initiative entwickelte sich schließlich die Idee der Verwirklichung des Kulturzentrums „Pumpwerk“, das dann aber wirtschaftlich ganz in kommunaler Hand blieb.

Der heutige Verein sichert der kreativen Musikform Jazz seit Jahren eine Nische, und zwar durch Life-Veranstaltungen, die einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt der Region leisten. Hierzu werden in den Monaten Januar bis Mai, sowie Oktober bis Dezember jeweils am dritten Sonntag in der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr im „Pumpwerk Club“ (früher „Orange“) öffentliche Life-Jazz-Veranstaltungen durchgeführt. Darüber hinaus gibt es einmal im Jahr, bisher immer am Pfingstsonntag, das Festival "Jade-Jazz-Jam", das in diesem Jahr zum 16ten Mal durchgeführt wurde. Bei diesem Festival werden Spitzenbands aus Niedersachsen mit Schwerpunkt auf die Region präsentiert.

Weiter betreibt der Jazzclub die "Wilhelmshaven Big Band", kurz „WBB“ oder „Dabbelju BiBi“ genannt. Die WBB ist eine Amateurband, die mit 4 Trompeten, 4 Posaunen, 5 Saxophonen und einer Rhythmusgruppe voll besetzt ist. Sie weist eine Altersstruktur vom Teen bis hin zum 70er auf und folgt damit dem Generationen-Modell. Die Band ist dem Swing verpflichtet und tritt jeweils beim "Jade-Jazz-Jam" mit auf. Im Vorfeld dieser Veranstaltung wird jeweils in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz ein öffentlicher Workshop mit professionellen Lehrern durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Festivals zu Gehör gebracht.

Aufgrund des geringen Beitragsaufkommens kann eine solche Vielzahl von Events natürlich nicht ohne Sponsoren realisiert werden. Unser Dank gilt allen institutionellen Sponsoren, Firmen und Privatpersonen, die unsere Arbeit unterstützen. Stellvertretend für alle sei hier die „Oldenburgische Landschaft“ genannt , die unsere Projekte stets verlässlich unterstützt hat..

Auch Sie können dazu beitragen, dass Jazz ein lebendiges Stück Kultur dieser Region bleibt.
Mit einer Mitgliedschaft im Jazzclub helfen Sie uns dabei, weiterhin einen attraktiven Mix der verschiedensten Jazz-Stile preisgünstig anzubieten. Neben dem schönen Gefühl einer ideellen Unterstützung bekommen Sie bei allen Jazzclub-Veranstaltungen Ermäßigungen.

 

Wenn Sie wissen möchten, wer im am 17.11.2017 neu gewählten Vorstand des Jazzclubs sitzt, klicken Sie bitte hier:

Vorstand Jazzclub

 

Die Satzung des Jazzclubs finden Sie hier:

Satzung Jazzclub

 

Und den Aufnahmeantrag finden Sie hier:

Aufnahmeantrag 

 

 

Am 15. September 2019 starten wir unser Herbstprogramm mit der traditionellen Jam-Session.

Jam-Sessiom Sep. 19Jam-Sessiom Sep. 19

Am 17.09. gibt es in Jever eine Veranstaltung, auf die wir gerne hinweisen:

Wie der Jazz unter die Nazis fiel - Jazz in Europa

Dienstag, 17. September, 19:30 Uhr, hält der Historiker und Jazzexperte Heiko Pannbacker MA (Hannover) einen Vortrag mit viel Musik zum Thema „Wie der Jazz unter die Nazis fiel – Jazz in Europa“. Ort ist das GröschlerHaus, Jever, Gr. Wasserpfortstraße 19. Der Eintritt ist frei.

Die Jazz-Musik entstand vor gut 100 Jahren in den USA und war gezwungen, sich dort unter gleich zwei einengenden Bedingungen zu entwickeln.  Zum einen war es die kommerzielle Ausbeutung der Musiker und zum anderen die gesellschaftlichen Umstände und hier insbesondere der alltägliche Rassismus. Denn der Jazz war die Kunst der Afro-Amerikaner.

Viele schwarze Musiker wie Coleman Hawkins oder Sidney Bechet gingen in den 1920er Jahren deshalb nach Europa, um hier einen akzeptablen Existenzunterhalt zu finden und ein Leben ohne oder mit zumindest weniger Diskriminierung zu führen. Miles Davis sagte einmal auf die Frage, warum er gerne in Europa spiele, dass er dort die Clubs, in denen er auftrat,  durch den Vordereingang betreten dürfe. Die in den Golden Twenties unerhört moderne und die Beine zur Bewegung ansteckende Musik überrollte Europa im Sturm. Auch Deutschland war zwischen den Weltkriegen Jazzland, selbst in Jever spielten um 1930 regelmäßig „Jazz-Kapellen“ zum Tanz auf.

Im Laufe der Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer Entwicklung, in der völkische Kreise der äußersten Rechten diese als fremd empfundene Musik als unerwünschte Kulturinvasion brandmarkten. 1929 forderte z.B. der Deutsche Frauenkampfbund ein „Verbot von Saxophonen und Negertänzen“. Gerade das Saxophon war verdächtig, die abendländische Kultur zu gefährden, war es doch von einem Juden, Adolph Sax, erfunden worden. Ein Jahr später wurde für Thüringen ein Jazzverbot erlassen. Die Nationalsozialisten stuften den Jazz ab 1933 dann als „entartete Musik“ ein. Doch allen Versuchen zum Trotz war diese vitale Musik nicht kleinzukriegen.

Die damals vorherrschende großorchestrale Stilform Swing (Count Basie, Bennie Goodman) blieb die internationale Popmusik der 1930er und 1940er und elektrisierte die Massen. Anfang der 1940er Jahre gründete NS-Propagandaminister Goebbels aus propagandistischen Gründen sein eigenes Swing Orchester. Im Ghetto Theresienstadt existierte eine Big-Band der Totgeweihten, von der eine Filmaufnahme existiert. Der Gitarrist Coco Schumann, der Theresienstadt und Auschwitz überlebte, sagte einmal: Ich bin kein KZler, der Musik gemacht hat, ich bin ein Musiker der im KZ gesessen hat.“

 

Mit freundlichen Grüßen, Hartmut Peters


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Hartmut Peters
GRÖSCHLERHAUS JEVER - Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte von Friesland
WWW.GROESCHLERHAUS.EU - Internetmagazin für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte von Friesland
Post: 26382 Wilhelmshaven, Marienstraße 31
Tel.: 04421 / 44381

 

Am 20. Oktober 2019 spielt dann das Bergmann-Moritz-Quintett feat. Sandra Hempel.

Am 17. November 2019 kommt das Judith Tellado Trio mit Paulo Pereira zu uns.

Im Dezember kommt dann Tin Tin Deo zu uns, eine Gruppe, die mit Latin Jazz Aufmerksamkeit erregt hat.
Reinschauen bzw. -hören kann man hier: http://www.tintindeo.de/

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