Der Jazzclub Wilhelmshaven/Friesland präsentiert:
Sonntag, 18. April 2010 - um 17:00 Uhr
im "Orange"
am Pumpwerk Wilhelmshaven, Banter Deich 1 |
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schultzing
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War das schon immer so?“ – lautet nicht nur der Titel des aktuellen Albums von Schultzing feat. Klarinettist Claudio Puntin, so könnte man auch die Musik der Band hinterfragen. Die Antwort ist ein klares Ja. Und ein klares Nein. Pianist und Komponist Stefan Schultze, Saxofonist und Komponist Peter Ehwald, Sängerin Hanna Jursch, Bassist Peter Schwebs und Schlagzeuger Timo Warnecke entwerfen schon immer facettenreiche Bilder zum Hinhören. Hörbilder, die sich wenig um Kategorisierungen kümmern, die Jazz sind, die Pop sind, die Neue Musik erahnen lassen. Und nein, es war nicht immer so, denn sie begeben sich immer wieder neu auf die Suche nach passenden Klängen, hinterfragen Konventionen und gewohnte Abläufe und spiegeln diese oft mit einer gehörigen Portion Humor.

„Hell. Gold. Dunkel. Mond. Tanz.“ So lauten die schlichten Songtitel ihrer aktuellen, inzwischen zweiten CD als Schultzing, die sie nach ihrem Preisgewinn als "Beste internationale Jazzband, Granada“ (Concurso Internacional de Intérpretes de Jazz) produziert haben. Musik und Text lassen viel Raum für Assoziationen, sind klar und verspielt, rhythmisch und gebrochen, erdig und luftig zugleich. Deutsche Texte in der meist englischsprachigen Welt des Jazz, überhaupt der Einsatz der menschlichen Stimme prägt den Klang dieser Band. Virtuosität und Komplexität werden aufgefangen und die Musiker verleihen ihnen ein menschliches Gesicht.
Klarheit. Groove. Chaos und Wohlklang: Schultzing.
Der Komponist und Pianist Stefan Schultze verbindet in seinem Stil Elemente der Neuen Musik und des Jazz. Nach seinem Studium bei John Taylor, Paulo Álvares und Joachim Ullrich an der Hochschule für Musik, Köln, erhielt er 2006 ein DAAD-Stipendium sowie ein Kompositionsstipendium der Manhattan School of Music in New York City, um bei Michael Abene zu studieren.
Zusammen mit seinem Quintett schultzing (Hanna Jursch (voc), Peter Ehwald (sax), Stefan Schultze (p), Peter Schwebs (b), Timo Warnecke (dr)) und seinem Oktett Oktoposse (Matthias Knoop (tp, flh), Achim Schröter (alto sax, fl, cl), Peter Ehwald (tenor sax, cl), Benjamin Degen (tb), Martin Schulte (g), Stefan Schultze (p), Peter Schwebs (b), Hermann Heidenreich (dr)) gewann Stefan Schultze zahlreiche Preise, wie z.B. zwei Mal in Folge den ’Best International Jazz Band’-Preis im spanischen Granada sowie den ’JazzIn 2006’-Preis der LAG Jazz.
In New York erhielt seine Big-Band-Komposition Oracle Night, die er mit seiner Big Band Stefan Schultze’s Big Adventure aufgenommen hat, von dem ASCAP Young Jazz Composers Award eine Auszeichnung.
In 2008 führt Stefan Schultze das interdisziplinäre und interkulturelle Kulturprojekt raw <> rough <> ready für Musik, Video und Tanz durch, das von diversen Förderorganisationen unterstützt wird. Sein Projekt School Jazz is Cool Jazz rief Schultze im Jahre 2006 ins Leben. Zusammen mit seiner Band schultzing – und seit 2008 mit Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung - geht der Künstler in Schulen, um Schülern die Auseinandersetzung mit Jazz und improvisierter Musik zu ermöglichen.
Stefan Schultze gastierte bereits auf vielen nationalen und internationalen Bühnen, so z.B. auf dem Montreux Jazz Festival (Schweiz), Jazz Peru Internacional (Lima, Peru) und in der Carnegie Hall (New York, USA). Er arbeitete unter anderem mit Claudio Puntin, Frank Gratkowski, Matthias Schubert, Paulo Álvares, Nils Wogram, Simon Rummel u.a.
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